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Praktikanten Bericht
Birgit Rehner und Studenten
der Fachschule für Sozialwesen, Berlin-Pankow 2003


Abschlussbericht – Begegnungsreise mit Arbeitseinsatz in Brasilien / Sao Paulo

Casa do Zezinho
Der Name eines für uns fernen Landes, der weitaus größte Staat Südamerikas, eine Fläche umfassend 24 Mal größer als Deutschland und ein Kinderhilfsprojekt mit dem Namen Casa do Zezinho.
Durch die Zahlung von Zuschüssen der Regierung des Landes Brandenburg wurden einer Schülergruppe der Berufsfachschule für Sozialwesen und ihrer Pädagogin eine Begegnungsreise nach Brasilien ermöglicht, um in Sao Paulo beim Kinderhilfsprojekt Entwicklungsarbeit zu leisten.

Zielstellungen unserer Begegnungsreise :
> Kennenlernen der Einrichtung mit seinen vielfältigen Kursen
> Einschätzungen geben ,welche Projekte von uns sinnvoll einsetzbar sind
> Abstecken von Rahmenbedingungen für weitere Praktika für Studenten
> Möglichkeiten von Austauschprojekten

Im Vorfeld dieser Reise fanden regelmäßige monatliche Spendenaktionen für das Casa statt, jeder Student bereitete ein Freizeitprojekt vor, wir nahmen ein halbes Jahr Portugiesisch-unterricht und wir versuchten, über den Verein Zukunft durch Bildung e.V. Kontakte zu Brasilianern zu knüpfen, um soviel Informationen wie möglich zu bekommen. Trotz dieser Vorbereitungen und vieler Gastgeschenke in unseren Taschen, stiegen wir am 7. Juni 03 ins Flugzeug mit dem Gefühl in ein großes Abenteuer zu starten.

In Sao Paulo angekommen wurden wir mit ungewöhnlich großer Herzlichkeit und Gastfreundschaft empfangen, das Casa beeindruckte uns ungemein mit seinen Farben und der Vielfältigkeit seiner Angebote, eine Stadtrundfahrt durch Sao Paulo, der größten Stadt Südamerikas, begeisterte uns vollends, wobei wir bemerkten, dass unser Portugiesisch nur leidlich war und die jungen Leute glücklicherweise mit uns Englisch sprachen.

Unsere ersten Eindrücke wurden noch verstärkt als wir ab Montag für zwei Wochen im Casa täglich mitarbeiteten. Wir wurden von den Kindern ebenso neugierig und herzlich angenommen, dass es uns anfangs schwer fiel , diese Vielfältigkeit an Eindrücken, Emotionen und Sprachbarrieren zu verarbeiten. Die Kinder und Jugendlichen führten uns mit großem Stolz in ihre Kunstprojekte und Kurse wie Informatik, Musik, Tanz – Capoeira, Papier- recycling, Friseur, Bäckerei, Siebdruck, Sport, Breakdance, Clownerie und vieles mehr ein. Auch unsere vorbereiteten Projekte kamen zum Einsatz. Wir waren erstaunt, mit welcher Energie, Spontanität und Kreativität diese umgesetzt wurden und wie diese Kinder mit einfachsten Mitteln das Casa mit Farben und Leben erfüllten.

Obwohl die Armut dieser Kinder ganz offensichtlich ist, wenn wir nur ringsum auf die Weite der Favelas schauten, von den häuslichen Verhältnissen nur hörten oder in Kinderbildern dieses nur im Ansatz nachempfinden konnten, denken wir, ihnen ein kleines Stück Hoffnung gegeben zu haben.

Des weiteren haben wir Kontakt aufgenommen mit der Mackenzie Universität in Sao Paulo in Hinblick auf einen Studentenaustausch zwischen unserer Fachschule für Sozialpädagogik und der dortigen Fakultät der Psychologie. Mittels einer Dolmetscherin gab es einen regen Informationsaustausch über sozialpädagogisches Bereiche und den Möglichkeiten von gegenseitigen Praktika.

Unser Anliegen ist es, entsprechend der ausgearbeiteten Richtlinien, Praktika im Casa do Zezinho anzubieten und zu begleiten, Austausch von Jugendlichen zu unterstützen, in Deutschland durch eine Präsentation über das Casa do Zezinho Vorurteile abzubauen und für Hilfe in Form von Spenden zu werben.

Wir hoffen, dass durch unsere Schilderungen für Sie deutlich geworden ist, dass die finanziellen Zuwendungen des Landes Brandenburg ausschließlich für Entwicklungsarbeit eingesetzt wurden. An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich dafür bedanken, dass wir die für uns einmaligen und positiven Erfahrungen sammeln konnten und hoffen auch im nächsten Jahr auf Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüssen
Frau Rehner und Studenten Glienicke im Juli 2003

Weitere Informationen: www.zukunft-durch-bildung.de